FAQ zur Saison 2027

Mit der Saison 2027 führt die DCO mit der Länder-Tour, neuen Ranglistenpunkten, dem und zusätzlichen Qualifikationswegen zur Deutschen Meisterschaft mehrere Neuerungen ein.

Hier beantworten wir häufige Fragen zu den wichtigsten Regelungen. Mit der Saison 2027 führt die DCO mit der Länder-Tour, neuen Ranglistenpunkten, dem ClubRace und zusätzlichen Qualifikationswegen zur Deutschen Meisterschaft mehrere Neuerungen ein.

Kann ein neuer Verein bereits mit wenigen Spielern in den DCO-Spielbetrieb einsteigen?

Ja.

Für die Mitgliedschaft in der DCO und die Teilnahme einzelner Spieler an Turnieren ist keine bestimmte Mannschaftsgröße für den Ligabetrieb erforderlich.

Auch ein kleiner Verein oder eine neu gegründete Cornhole-Abteilung kann zunächst nur mit wenigen Spielern starten, diese über die Namensliste melden und am Turnierbetrieb teilnehmen. Ob später zusätzlich eine Mannschaft für den Ligabetrieb gemeldet wird, ist davon unabhängig.

Bekommen Spieler eines Vereins Ranglistenpunkte, auch wenn der Verein keine Bundesliga-Mannschaft hat?

Ja.

Für die Vergabe von Ranglistenpunkten ist nicht entscheidend, ob der Verein eine Bundesliga-Mannschaft stellt.
Entscheidend ist, dass die betreffende Person zu Beginn des Wettbewerbs als DCO-Verbandsangehöriger auf der Namensliste eines Mitglieds geführt wird.

Im Doppel müssen beide Teammitglieder DCO-Verbandsangehörige sein. Damit können Spieler eines Vereins auch dann vollständig an der Einzel- und Doppelrangliste teilnehmen, wenn ihr Verein überhaupt nicht im Ligabetrieb vertreten ist.

Warum werden 2027 so viele Dinge gleichzeitig geändert?

Mit der DCO-Länder-Tour wird ein neues Turniersystem eingeführt. Aus unserer Sicht wäre es nicht sinnvoll gewesen, lediglich einzelne Punkte des bisherigen Systems anzupassen.
Die Länder-Tour betrifft unmittelbar auch Ranglisten, Turnierstrukturen, Preisgelder, Saisonwertungen, das ClubRace und die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft. Deshalb wurden diese Bereiche gemeinsam betrachtet und aufeinander abgestimmt.
Einige Regelungen werden sich erst nach einer vollständig gespielten Saison abschließend bewerten lassen. Die Saison 2027 wird deshalb auch zeigen, an welchen Stellen das System für die Folgejahre gegebenenfalls weiterentwickelt werden sollte.

Wie wird die Reihenfolge nach den Rounders bestimmt?

Für die Abschlussplatzierung ist zunächst die Anzahl der gewonnenen Spiele maßgeblich. Bei gleicher Anzahl an Siegen entscheidet die bessere Punktedifferenz aus allen Spielen der Vorrunde. Diese Reihenfolge ist anschließend Grundlage für die Einteilung in die jeweiligen Brackets.

Werden bei den Rounders Punkte über 21 hinaus gewertet?

Ja.
Für die Rounders der DCO-Länder-Tour werden alle tatsächlich erzielten Punkte vollständig berücksichtigt. Die Wertung wird nicht bei 21 Punkten begrenzt.

Beispiel:
Ein Spieler steht bei 20 Punkten und erzielt in der letzten Runde weitere sechs Punkte. Für die Wertung werden entsprechend 26 Punkte berücksichtigt. Die Begrenzung auf 21 Punkte ist insbesondere aus der Bundesliga bekannt und hat sich dort unter anderem aufgrund des eingesetzten Spielsystems etabliert. Für die Rounders der Länder-Tour halten wir die vollständige Wertung für gerechter.

Warum erhalten größere Turniere mehr Ranglistenpunkte?

Ein wichtiges Ziel für 2027 war, die Größe eines Teilnehmerfeldes stärker zu berücksichtigen. Ein Turniersieg bei 100 Teilnehmern soll mehr wert sein als ein Turniersieg bei 64 Teilnehmern.
Gleichzeitig soll die Teilnehmerzahl aber nicht so stark gewichtet werden, dass die tatsächlich erreichte Platzierung in den Hintergrund tritt. Deshalb steigen die Ranglistenpunkte mit der Größe des Teilnehmerfeldes, allerdings in einem begrenzten Umfang.

Warum werden die Ranglistenpunkte nicht einfach vom letzten Platz aus aufgebaut?

Ein solches System wäre einfach, hätte aber deutliche Nachteile.

Würde der letzte Platz einen Punkt erhalten und jede bessere Platzierung jeweils einen Punkt mehr, bekäme der Sieger eines Turniers mit 32 Teilnehmern 32 Punkte. Der Sieger eines Turniers mit 100 Teilnehmern würde dagegen 100 Punkte erhalten.

Der Turniersieg bei 100 Teilnehmern wäre damit mehr als dreimal so viel wert wie der Sieg bei 32 Teilnehmern. Das halten wir nicht für eine ausgewogene Lösung. Unser Ziel ist deshalb ein Mittelweg: Größere Teilnehmerfelder sollen stärker bewertet werden, ohne dass die reine Teilnehmerzahl die sportliche Platzierung überlagert.

Kann ein Verein an der Länder-Tour teilnehmen, ohne eine Bundesliga-Mannschaft zu melden?

Ja.

Die Mitgliedschaft in der DCO ist nicht daran gekoppelt, dass ein Verein auch eine Mannschaft für den Ligabetrieb meldet.

Ein Verein kann DCO-Mitglied sein, seine Spieler über die Namensliste als Verbandsangehörige melden und ausschließlich an Turnieren der Länder-Tour, Regionals oder anderen DCO-Wettbewerben teilnehmen. Eine Bundesliga-Mannschaft ist dafür nicht erforderlich.

Was ist die Grundidee des ClubRace?

Das ClubRace ist die Vereinswertung der DCO. Es soll Vereine belohnen, die sich gemeinsam und regelmäßig am DCO-Turnierbetrieb beteiligen und dabei sportlich erfolgreich sind.
Dabei werden nicht nur die DCO-Open der Länder-Tour berücksichtigt. Auch die DCO-Regionals fließen in die Wertung ein. Damit sollen gerade kleinere Turniere auch neben der Länder-Tour weiterhin einen sportlichen Stellenwert behalten.

Warum zählen beim ClubRace nicht einfach alle Ranglistenpunkte eines Vereins zusammen?

Große Vereine hätten dadurch allein aufgrund ihrer Mitgliederzahl einen erheblichen Vorteil.
Deshalb werden pro Wettbewerb nur die besten Ergebnisse eines Vereins berücksichtigt:

– im Einzel die vier besten Spieler,
– im Doppel die zwei besten vereinsreinen Teams.

Dadurch bleib auch kleinere Vereine im ClubRace konkurrenzfähig.

Warum werden beim ClubRace nicht die Durchschnittsergebnisse aller Teilnehmer eines Vereins verwendet?

Ein solches Modell hätte einen unerwünschten Nebeneffekt. Wenn jeder Teilnehmer in die Durchschnittsberechnung einfließen würde, könnte ein Verein sein eigenes Ergebnis verschlechtern, indem er zusätzliche, sportlich schwächere Spieler mit zu einem Turnier nimmt.
Im Extremfall wäre es für einen Verein rechnerisch besser, bestimmte Spieler nicht teilnehmen zu lassen. Genau das wollen wir vermeiden. Möglichst viele Spieler sollen an Turnieren teilnehmen können, ohne dass ihre Teilnahme dem eigenen Verein schadet.

Warum gibt es beim ClubRace einen Turnierfaktor?

Der Turnierfaktor sorgt dafür, dass ein gutes Vereinsergebnis bei einem größeren Teilnehmerfeld stärker gewichtet wird.
Die Grundpunkte bewerten die erreichte Platzierung. Der Turnierfaktor berücksichtigt zusätzlich die Größe und damit auch den Schwierigkeitsgrad des Teilnehmerfeldes.
Deshalb ist der Turnierfaktor ein wichtiger Bestandteil der ClubRace-Berechnung.

Warum rechnet das ClubRace anders als die Einzel- und Doppelrangliste?

Weil beide Wertungen unterschiedliche Dinge abbilden.
Die Einzel- und Doppelrangliste bewertet die sportliche Leistung einer Person beziehungsweise eines festen Doppelteams.
Das ClubRace bewertet dagegen die sportliche Leistung eines gesamten Vereins. Deshalb verwenden beide Systeme unterschiedliche Berechnungen.

Wie viele Ergebnisse braucht ein Verein für die vollständige ClubRace-Wertung?

Für die Endwertung werden

  • die 10 besten Wettbewerbsergebnisse aus der DCO-Länder-Tour und
  • die 5 besten Wettbewerbsergebnisse aus DCO-Regionals

berücksichtigt.
Dabei zählt jeder Wettbewerb einzeln. Einzel und Doppel eines Turniers ergeben also jeweils ein eigenes ClubRace-Ergebnis. Ein Verein benötigt dafür nicht zwingend zehn verschiedene DCO-Open oder fünf verschiedene Regionals. Bei einem Turnier können mehrere wertungsfähige Ergebnisse entstehen.

Welchem Verein werden die ClubRace-Punkte eines Spielers zugerechnet?

Im Einzel werden die ClubRace-Punkte dem Verein zugerechnet, auf dessen Namensliste der Spieler zu Beginn des Wettbewerbs geführt wird.

Im Doppel werden die Punkte dem Verein zugerechnet, wenn beide Teammitglieder zu diesem Zeitpunkt auf der Namensliste desselben Vereins geführt werden. Ein späterer Vereinswechsel verändert diese bereits erzielten ClubRace-Punkte nicht. Sie verbleiben bei dem Verein, für den sie zum Zeitpunkt des Wettbewerbs erzielt wurden.

Was passiert, wenn ein Verein weniger als 10 Open- bzw. 5 Regional-Ergebnisse erreicht?

Der Verein nimmt trotzdem ganz normal an der ClubRace-Wertung teil.
Fehlende Ergebnisse werden jedoch mit 0 Punkten angesetzt und fließen in den jeweiligen Durchschnitt ein.
Eine gewisse Aktivität über die Saison hinweg ist deshalb ausdrücklich Teil der Grundidee des ClubRace.

Über welche Wege kann man sich für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren?

Für den Einzelwettbewerb sind mehrere Qualifikationswege vorgesehen. Die Startplätze werden in folgender Reihenfolge vergeben:

  1. bisherige Deutsche Meister,
  2. Direktqualifikationen,
  3. Team-Tickets über das ClubRace,
  4. DCO-Wildcards,
  5. verbleibende Startplätze über die Einzelrangliste.

Die Zahl der verfügbaren Plätze richtet sich nach der festgelegten Größe des Teilnehmerfeldes der Deutschen Meisterschaft.

Macht das die Qualifikation über die Rangliste unberechenbar?

Aus unserer Sicht nicht. Die wesentlichen Kontingente sind bereits festgelegt:

Die Zahl der bisherigen Deutschen Meister ist bekannt, die Zahl der Wildcards ist begrenzt und auch die Anzahl der Team-Tickets steht für jede mögliche Feldgröße fest.
Die Direktqualifikationen kommen im Verlauf der Saison hinzu und lassen sich nach jedem Turnier konkret berücksichtigen.
Damit lässt sich während der Saison zunehmend besser abschätzen, bis zu welchem Ranglistenplatz die Qualifikation voraussichtlich reichen wird.
Eine hundertprozentige Sicherheit kann es allerdings erst geben, wenn alle Qualifikationswege abgeschlossen sind.

Was passiert, wenn ein Spieler über ein Team-Ticket benannt wird, aber ohnehin über die Rangliste qualifiziert wäre?

Dieser Fall ist berücksichtigt.
Stellt sich bei der Startplatzvergabe heraus, dass eine bereits über ein Team-Ticket benannte Person auch über die endgültige Einzelrangliste einen Startplatz erhalten würde, darf der Verein seine Benennung einmal ändern.
Damit soll verhindert werden, dass ein Team-Ticket wirkungslos an einen Spieler vergeben wird, der ohnehin einen Startplatz erhalten hätte.

Warum steigen die Preisgelder einzelner Platzierungen nicht in jeder Preisgeldstufe gleichmäßig?

Die Preisgeldtabelle wurde nicht so aufgebaut, dass jede einzelne Platzierung von Stufe zu Stufe linear steigen muss.
Entscheidend war für uns, innerhalb jeder Preisgeldstufe eine insgesamt sinnvolle Verteilung des verfügbaren Preisgeldes zu erreichen. Deshalb kann es vorkommen, dass ein einzelner Platz in aufeinanderfolgenden Preisgeldstufen denselben Betrag erhält, während andere Platzierungen stärker angehoben werden.

Warum gibt es zusätzlich zu den Turnierpreisgeldern noch Saisonprämien?

Die Turnierpreisgelder belohnen die Leistung bei einem einzelnen DCO-Open.

Die Saisonprämien sollen dagegen Spieler und Teams auszeichnen, die über eine komplette Saison hinweg konstant erfolgreich sind.

Aus unserer Sicht darf sportliche Leistung auch finanziell honoriert werden. Die vorgesehenen Saisonprämien bewegen sich dabei bewusst in einem überschaubaren Rahmen..

Wie geht es nach der Saison 2027 weiter?

Viele der neuen Regelungen greifen erstmals 2027.

Wir sind überzeugt von dem Grundkonzept, gehen aber nicht davon aus, dass bereits jede einzelne Regelung für alle kommenden Jahre unverändert bleiben muss.

Nach Abschluss der Saison werden wir die Erfahrungen und tatsächlichen Ergebnisse auswerten.
Wo sich Regelungen bewähren, sollen sie bestehen bleiben. Wo sich Verbesserungsbedarf zeigt, werden wir für die folgenden Jahre entsprechend nacharbeiten. Unser Wunsch ist deshalb vor allem: Gebt den neuen Regelungen zunächst eine faire Chance und bewertet sie anschließend anhand der Erfahrungen aus einer tatsächlich gespielten Saison.